Bei strahlendem Sonnenschein war der Markt Teisendorf bestens besucht und die Besucher strömten durch die Straßen mit den vielen interessanten Info- und Verkaufsständen. Der FBSD-Stand war meistens sehr gut umlagert und unser neues Dialektquiz – auf den Rupertiwinkel zugeschnitten – fand viele, viele Interessenten. Erfreulich ist, dass so viele komplett richtige Fragebögen abgegeben wurden. Nachdenklich stimmt, dass so viele Besucher den „Dialektverlust“ bei ihren Kindern oder Enkelkindern beklagten. Als Glücksfee für die zehn Preise fungierte Marlene Berger-Stöckl, die Preisträgerin des lokalen Dialektpreises 2024 des LV Rupertiwinkel.
Vom Unterhaltungswert des Dialekts – Gelungene Veranstaltung im „Hans-Peter-Porsche-Traumwerk“ in der Gemeinde Anger.
Für ein farbenfrohes akustisches Kolorit sorgten der begeisterte Mundartdichter, Bergsteiger und Fotograf Lenz Heiß aus Bischofswiesen, Robert Gapp aus Bergen, der seit 15 Jahren als Geschichtenschreiber und Verserlschmied das Publikum unterhält sowie Lisbeth Ebner aus Bad Dürnberg, die etwas „rot-weiß-rote“ Farbe ins Spiel brachte. Für musikalische Akzente waren die „Siegsdorfer Sänger“ und die „Hosei Dirndln“ aus Weildorf zuständig. Die Organisation lag in den Händen von Lenz Berger, der mit humorvollen Beiträgen das Gesamtkonzept abrundete
Die Sitzplätze reichten kaum aus, der Andrang war enorm.
Organisator Lenz Berger, Lenz Heiß, Lisbeth Ebner und Robert Gapp (v.l.n.r.) trugen Verserl und Geschichten vor
Die „Hosei Dirndln Alina (links) und Martina eroberten sich die Herzen des Publikums.
Die männlichen Mitglieder des Kulturvereins München-Pasing begleiteten mit einer großen Zahl an Helfern das Aufstellen des Maibaums. Unterstützt wurden sie dabei durch einen Schwerlast-Kran der Firma AKM. Nach der Segung durch den katholischen Seelsorger hieß es danach lautstark: „Hebt auf!“ Um 13:00 Uhr wurde das Einsetzen und Verschrauben des neuen Maibaums durch eine Gruppe Böllerschützen beendet.
Der FBSD LV-München – Stadt und Land war durch unser Mitglied Günter Steib auf das Maibaum-Aufstellen hingewiesen worden. Am Pavillon des FBSD e.V waren: Elisabeth Greska, Rudi Hindemith, Roland Leitermann, Walter Schütz und Charly Radke.
Obwohl wir nur knappen fünf Stunden unseren Info-Stand geöffnet hatten, konnten wir uns über eine sehr beachtliche Spendensumme freuen.
Vom 11. bis 13. April war der FBSD, LV Donau-Ilm-Altmühl zum ersten Mal auf der Gewerbemesse in Manching vertreten und es war ein voller Erfolg. Unser Info-Stand war an den drei Tagen die meißte Zeit von Besuchern umringt und das Quiz war ein beliebter Zeitvertreib. Viele interessante Gespräche in Bezug auf unseren Verein und ein reger Austausch über die bairische Sprache waren eine gute Werbung für den FBSD. Gut 500 Rundbriaf und Kinderseitn, viel Infomaterial, Buttons, Kugelschreiber und Taschen konnten wir an die interessierten Standbesucher verteilen.
Ein herzliches Vergelts Gott an alle Helfer für den Auf- und Abbau und natürlich an die Mitglieder, die den ganzen Tag im Stand verbracht haben. Ebenso ein großes Dankeschön an Walter Schauß, Organisator der Gewerbemesse Manching, dass er dem FBSD einen Stand zur Verfügung gestellt hat.
22.170 Unterschriften sind zur Unterstützung unseres Antrags zur Aufnahme der Bairischen Sprache sowie des Alemannisch-Schwäbischen und des Fränkischen in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen bei uns eingegangen.
Diese haben wir am 22. Januar am Rande der Plenarsitzung des Bayerischen Landtags dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek, dem FW-Fraktionsvorsitzenden Florian Streibl sowie den Abgeordneten Thomas Huber (CSU) und Sepp Lausch (FW) übergeben.
Ein herzliches Vergelts God an alle unsere Unterstützer!
Unser langjähriges Mitglied Sepp Lausch hat es sich auf die Fahnen geschrieben, unseren Antrag in Sachen „Regionalsprache“ bestens zu unterstützen. Als Landtagsabgeordneter der Freien Wähler hat er unser Thema auch in die Klausur der FW Anfang Januar in Gut Ising auf die Tagesordnung gebracht. Wir vier Vorstandsmitglieder wurden schon zum Mittagessen herzlich empfangen. Gleich fand sich auch ein weiterer Gast bei uns am Tisch ein – Gerald Huber, der personifizierte Bairisch-Erklärer. Beim offiziellen Teil am Nachmittag ging es um die Förderung der Bayerischen Kultur. Da war auch dann Stefan Dettl da, der „Chef“ von LaBrassBanda“. Er kritisierte insbesondere, dass in Deutschland und Bayern, anders als in den meisten EU-Ländern, im Hörfunk keine Quote gäbe für die eigene, eigensprachliche Musik!! So muss in Österreich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mindestens 25 % der Musik „einheimisch“ sein. Das gibt auch jungen Gruppen eine Chance. Ein besseres Plädoyer für unsere bairische Sprache hätten wir nicht bekommen können. Alle Abgeordneten, obwohl oft nicht mehr im Dialekt verortet, haben unser Ansinnen voll unterstützt. Besonders auch die fränkischen Abgeordneten waren da voll dabei!
Jetzt hoffen wir auch die Übergabe unserer 22.000 Unterschriften im Landtag und dann … bleiben wir dran!! Eh kloa …
Wir freuen uns sehr, dass große Verbände wie die DEHOGA Bayern unseren Antrag zur Anerkennung des Bairischen als Regionalsprache im Sinne der Europäischen Charta der Regional- oder Mindersprachen aktiv unterstützen. Ein aktueller Aufruf vom 14.11.2024 an die Mitglieder findet sich auf der Homepage des Verbands. Wir sagen ein herzlichs Vergelts God an unser langjähriges Mitglied Angela Inselkammer für diese Schützenhilfe!
Seit 2015 ruhte die Tätigkeit des Vereins in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach, da sich niemand für ein Ehrenamt zur Verfügung stellte. Deshalb lud vor kurzem der Vorsitzende des Gesamtvereins, Heinz Schober-Hunklinger aus dem Rupertiwinkel zu einer Wiedergründungversammlung auf. Beim „Wirt von Dred“ in Jarezöd trafen sich erfreulicherweise so viele Mitglieder und Interessierte, dass einer Wiederbelebung nichts im Wege stand. So wurde der Landtagsabgeordnete Sepp Lausch einstimmig zum Regionalsprecher gewählt und es fanden sich mit Margarita Fesl aus Schliersee und Sepp Kern aus Fischbachau sogar noch zwei Stellvertreter.
Lausch bedankte sich für das große Vertrauen, und sprach gleich einige Aufgaben an, um das Bairische weiter zu stärken. So sei geplant, Märchen auf Bairisch in den Kindergärten vorzulesen und Infostände auf Messen und Veranstaltungen zu betreiben. Auch Vorträge über die Bairische Sprache sind angedacht. Mitglied kann jeder werden,
Mit einem herzlichen „Vergelts God“ an den Vorsitzenden Schober- Hunklinger, seinen neuen Stellvertretern und allen Unterstützer der Bairischen Sprache beschloss der neue Regionalsprecher Sepp Lausch eine ganz “pfundige und griabig“ verlaufene Gründungsversammlung.
Im bairischen Sprachraum werden viele unterschiedliche Dialekte, unterschiedliche Umgangssprachen und auch regional gefärbte Standardsprachen gesprochen, die erkennbare Gemeinsamkeiten besitzen und sich vom restlichen deutschen Sprachraum deutlich abgrenzen lassen.
Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen lässt sich Bairisch problemlos als Regionalsprache definieren. Normalerweise sprechen die Bewohner und Bewohnerinnen der Region aber nicht mehrere Dialekte, Umgangs- und Standardsprachen, sondern bewegen sich in ihrer alltäglichen Sprache zwischen einem bestimmten Dialekt und einer bestimmten Form der Standardsprache.
Speziell im Bereich der Kindererziehung wirft diese Möglichkeit des Gleitens zwischen Dialekt oder Standardsprache die Frage auf, was den Kindern bessere Chancen für ihre Zukunft ermöglicht. Diesbezüglich existieren viele Sprachmythen, sodass viele Eltern glauben, dass Dialektsprechen mit ihren Kindern für diese schädlich sei. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das aber unhaltbar. Um diesen Sprachmythen entgegenzuwirken und um eine Entscheidungshilfe für interessierte Eltern bereitzustellen, hat Dr. Eugen Unterberger mit Kollegen und Kolleginnen aus dem Bereich der Germanistischen Sprachwissenschaft das eine Handreichung zusammengestellt.