Ein Mädchen und zwei Bubn in einer bayerischen Gemeinde

21. Februar – Tag der Muttersprache

D’Språchwissnschaft håd sein Blick afn Dialekt gwandelt: Vor ana ammon’schn Fäieischatzung ois Risikofaktor fias Standard lerna oda går eifältig ois Buidungsluggn hebtse da Blick hi zu echta Bilingualität. Ois innane Mehrspråchigkeit macht da Dialekt zwischenmenschliche, poetische und rhetorische Dimensiona de Dia auf, de wor an Standard voschlossn bleim.

Die Sicht der Pädagogik folgt ihr dabei hoffentlich und bricht dabei den vermeintlichen Zusammenhang von Dialekt und Intellekt. Im Gegenteil: Die Fähigkeit je nach Situation zwischen Standarddeutsch und Dialekt geschmeidig wechseln zu können weist auf geistiges Potential hin. Moderne Pädagogik betrachtet Dialekt als Kompetenz in Sprachen und deren Varietäten, die Kinder beherrschen und erlernen können. Statt als Defizit stigmatisiert, dient der sprachliche Kontrast als Brücke zu erweitertem Verständnis grammatikalischer und semantischer Strukturen.

Da Begrif Muadaspråch alloa kannd kam bessa sei, wemma d‘ identitätsstiftade Oart, de regionale Zuagehärigkeit, Nahad und Votrautheit von Dialekt vodeitlichn mecht. Ois kulturells Alloastellungsmerkmoi isa kam wegzundenga.

Daher unser Aufruf an alle Dialektsprecher: Red’s Boarisch mid Engane Kinda und Enke!

Ein Beitrag von Paul Obermayer

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