Freitag, 30 Mai 2014 13:32

FBSD jetzt Mitglied im Wertebündnis Bayern

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Junge Menschen über Wertefragen zum Nachdenken und zum Handeln zu ermuntern ist das erklärte Ziel der im Wertebündnis Bayern verbundenen Vereine und Verbände. Initiator und Träger ist die Bayerische Staatsregierung.

Neu aufgenommen wurde jetzt der 3.300 Mitglieder umfassende Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e. V. (FBSD). Seit 25 Jahren setzt sich der Verein mit vielfältigen Maßnahmen für die Stärkung der in Altbayern vom Aussterben bedrohten bairischen Hochsprache und Mundarten ein. Sing- und Erzählstunden in Kindergärten und Schulen stehen ebenso im Tätigkeitsbericht des Vereins wie Beteiligungen an öffentlichen Veranstaltungen und Gespräche mit Vertretern der Medien und der Politik. "Die bairische Hochsprache und die Mundarten müssen keine Sonderrolle einnehmen, sondern sollen neben der deutschen Schriftsprache natürliche regionale Verständigungssprache sein", betont der Vorsitzende des FBSD, Horst Münzinger. Ihm geht es dabei nicht um Klischeepflege und Bayerntümelei, sondern um den Fortbestand lebendiger Regionalsprachen und deren hohem kulturellem und sozialem Wert.

"Der Wert gewachsener Sprachen und Mundarten liegt im Wortschatz und in den Redewendungen", so Münzinger. In ihnen sind wissenschaftliche und kulturelle Leistungen, Erfahrungen und Denkweisen bewahrt. Somit geben Mundarten Aufschluss über das Verständnis der Sprecher zu Menschen, Umwelt und Lebenssinn und deren Nähe zu Werten wie Identität, Gemeinschaft, Toleranz und Respekt. "Wir wollen Sprache und Mundarten als Zugang zu regionaler Geschichte und Tradition bekannter machen und Diskussionen über den Wert kultureller Überlieferungen gerade bei jungen Menschen anstoßen", betont Siegfried Bradl, 2. Vorsitzender des FBSD und Initiator der Mitgliedschaft im Wertebündnis Bayern.

Besondere Bedeutung für den Förderverein Bairische Sprache und Dialekte hat deshalb das vom Bayernbund in das Wertebündnis eingebrachte Projekt MundART – WERTvoll. Kinder, Schüler und Jugendliche bis hin zu jungen Erwachsenen , sollen gemeinsam mit weiteren lokalen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen Mundart und deren Wert für Gemeinschaft und Kultur kennen lernen. "Da können wir unsere Erfahrungen aus dem 2011 vom FBSD mit dem bayerischen Kultusministerium an den Grundschulen in Bayern durchgeführten Mundartwettbewerb higschaugt – zug'horcht – mitgschwätzt und unsere vielfältigen Aktivitäten vom Kindergarten bis zur Universität einbringen", freut sich Siegfried Bradl.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Mittwoch, 28 Mai 2014
  • Quelle: FBSD
  • Autor: Horst Münzinger
Gelesen 4060 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 04 Juni 2014 08:19