Sonntag, 21 September 2003 02:00

«Förderverein auf „Missionsreise“ in Baar»

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Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e. V. setzt sich in besonderem Maße für den Erhalt der bairischen Sprache

Baar-Ebenhausen – Nachdem die "bairische" Sprache ist den Kindergärten und Schulen, Rundfunk und Fernsehen, Beruf und Freizeit immer mehr verdrängt werde und das Sterben der Mundarten ein bedrohliches Ausmaß erreicht habe, setzt sich der "Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e. V." in besonderem Maße für den Erhalt der bairischen Sprache als "unser ältestes und edelstes Kulturgut" ein, wobei Bairisch auch als Muttersprache in Österreich und Südtirol geredet wird. "Wir müssen unsere mehr als 1 000 Jahre alte Sprache und unsere gewachsene Kultur schützen, pflegen und bewahren. Vor allem Kinder, ob einheimisch, zugezogen oder ausländischer Herkunft, müssen erfahren und erleben, auf welchem Boden der Tradition und Sprache sie heranwachsen", so der Förderverein, der daher in zwangloser Reihenfolge in Gasthäusern der Region "Boarische Musikanten- und Mundart-Schdammdisch" veranstaltet, um der Bevölkerung bairische Mundart, Volksmusik und Liedgut wieder näher zu bringen.
Am Samstag war wieder einmal Baar an der Reihe, wohin Vorsitzender Gerhard Huber zum "2. Boarischen Musikanten- und Mundartschdammdisch" im Gasthaus "Alter Wirt" eingeladen hatte. Organisiert hatte den Abend Katharina Radlmeier, deren Repertoire an bairischen Verserln und Geschichten unerschöpflich zu sein scheint. Unterstützt wurde sie dabei von Uschi Kufer und Alois Hell aus Pfaffenhofen und Albert Lönner aus Steinkirchen, dazu Simbert Witti mit Auszügen aus der "Baierischen Weltgeschicht" von Michl Ehbauer. Musikalisch gestaltet wurde der Abend vom Frauendreigsang "Chrinaliese" aus dem Amper-Glonn-Ilmtal und den Baarer "Notentratzern" mit einer Hörprobe über eine Reihe unterschiedlicher Instrumentalbesetzungen.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Sonntag, 21 September 2003
  • Quelle: Donaukurier
Gelesen 5518 mal Letzte Änderung am Samstag, 29 Dezember 2012 12:06