Montag, 12 September 2011 02:00

Bairische Wortschmankerl auf der Oidn Wiesn

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Förderverein Bairische Sprache und Dialekte bietet Wiesnbesuchern Sprachtests

Bissgurkn oder Bißgurrn? Wer jetzt auf ein schnittfestes Gartengemüse tippt, liegt daneben. Richtig ist Bißgurrn, denn der Begriff leitet sich von Gurre ab, einer kaum mehr gebräuchlichen Bezeichnung für eine alte Stute, und meint wenig schmeichelhaft eine alte zänkische Frau. Das Gspusi dagegen ist die verharmlosende Bezeichnung für eine mehr oder weniger heimliche Liebesbeziehung und als Pfennigfuchser gelten Menschen, die man in böserer Form auch als Geizhals bezeichnen könnte.

Mehr Erklärungen zu Herkunft und Bedeutung bairischer Wortschmankerl bietet der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V. (FBSD) auf der Oidn Wiesn täglich von mittags bis abends vor dem Zelt der Schönheitskönigin. Zudem bieten die Veranstalter Informationen zur Vereinstätigkeit und den unterhaltsamen Bairisch-Sprachtest „Woaßt as?". Damit können Kundige und Unkundige, Einheimische und Zuagroaste, Redewendungen und Begriffe aus dem bairischen Wortschatz kennen lernen und ihren Kenntnisstand in der Beherrschung der bairischen Sprache prüfen. Erfolgreiche Teilnehmer erhalten als Auszeichnung das weißblaue Vereinswapperl „I red Boarisch - und Du?". Neben dem Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V., der schon 2010 auf der Historischen Wiesn Anziehungspunkt für zig Tausende Besucher war, präsentieren sich in dem Gemeinschaftsstand auch der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V., die Monacensia, und die Münchner Schule für Bairische Musik, „Wastl-Fanderl-Schule".

Mit 3.200 Mitgliedern ist der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V. größter Sprachverein in Bayern. Mit Veranstaltungen wie dem Mundart-Wettbewerb 2011 „higschaut - zughorcht – mitgschwätzt" für alle Grundschulen in Bayern unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle fördert der Verein den Geberauch der Mundarten in Bayern insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Montag, 12 September 2011
  • Quelle: Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e.V.
  • Autor: Horst Münzinger
Gelesen 2768 mal Letzte Änderung am Samstag, 29 Dezember 2012 11:35