Montag, 14 Februar 2011 01:00

Erster MundArt-Wettbewerb an bayerischen Grundschulen

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Bayerisches Kultusministerium und Förderverein Bairische Sprache und Dialekte schreiben erstmals MundArt-Wettbewerb an Grundschulen aus – Schirmherr Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle – 21. Februar Tag der Muttersprache

MÜNCHEN. Um die Dialekte in Bayern erfahrbar zu machen und zu pflegen, startet das Bayerische Kultusministerium gemeinsam mit dem Förderverein Bairische Sprache und Dialekte an den Grundschulen in Bayern den MundArt-Wettbewerb „higschaugt – zug`horcht – mitgschwätzt“. Schirmherr ist Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

„Der Dialekt schafft einen besonderen Bezug der Kinder zum eigenen Kulturraum und zu den Menschen, die darin leben“, so Staatsminister Spaenle.

Schüler und Schulklassen sind aufgerufen, ihren heimatlichen Dialekt in kreativer Art und Weise darzustellen. Erwartet werden Musik- und Textbeiträge in Altbayerisch, Fränkisch, Schwäbisch usw., aber auch schauspielerische und künstlerische Werke sind erwünscht. Die Arbeiten sollen bis zum 15. April 2011 eingereicht werden. Die Bewertung der Beiträge erfolgt Mitte Mai durch eine mundartkompetente Fachjury. Auf die Gewinner warten Sonderführungen durch die Hörfunkstudios des Bayerischen Rundfunks in München mit Brotzeit und kleinen Geschenken.

Das Startsignal wird zum 21. Februar gegeben, dem „Internationalen Tag der Muttersprache“.

Seit dem Jahr 2000 wird weltweit jährlich am 21. Februar der „Internationale Tag der Muttersprache“ begangen, basierend auf einem Aufruf der UNESCO vom November 1999 zur Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit.

Das vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte angestoßene Projekt, das vom Bayerischen Rundfunk unterstützt wird, soll bei den Grundschülern Interesse für die regionale Mundart und für ihre heimatliche Umgebung wecken. Nach Überzeugung der Verantwortlichen gibt die Förderung der Mundart der jungen Generation die Gelegenheit, überlieferte heimatliche Begriffe und deren Herkunft und Bedeutung kennen zu lernen sowie regionale Identität zu erfahren.

Sprachliche Bezugspunkte zu kultureller Entwicklung und wertvollem historischen Wissen bleiben dadurch für folgende Generationen erhalten. An die Eltern und Lehrer appellieren die Initiatoren, das für die Sprachausbildung der Kinder vorteilhafte Nebeneinander von Schriftdeutsch und Dialektsprache zu unterstützen, um das sprachliche Register sowie die Ausdrucksvielfalt der Kinder positiv zu erweitern.

Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher, verantw.
Sylvie Schnaubelt, Zweite Realschulkonrektorin, Stellv. Pressesprecherin
Marion Rüller, Oberstudienrätin, Stellv. Pressesprecherin
Birger Nemitz, Sprecher  

E-Mail: 
Internet: www.km.bayern.de
Sekretariat: Tel. 089-2186 2106; Telefax; 089-2186 2881

Salvatorstraße 2 · 80333 München

Weitere Informationen

  • Erscheinungsdatum: Montag, 14 Februar 2011
  • Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
  • Autor: Dr. Ludwig Unger - Pressesprecher
Gelesen 2891 mal Letzte Änderung am Samstag, 29 Dezember 2012 13:33